Feuchtigkeit und Schimmel im Haus

18. März 2026·4 min Lesezeit

# Feuchtigkeit und Schimmel im Haus

Einleitung

Feuchte Wände, muffiger Geruch und schwarze Flecken an den Ecken – viele Hausbesitzer und Mieter kennen diese unerwünschten Besucher. Feuchtigkeit und Schimmel sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern können auch erhebliche Schäden am Gebäude verursachen und die Gesundheit beeinträchtigen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die verschiedenen Arten von Feuchtigkeit zu verstehen, die Ursachen zu identifizieren und sowohl schnelle Lösungen als auch langfristige Strategien umzusetzen.

Die drei Haupttypen von Feuchtigkeit

Aufsteigende Feuchtigkeit (Kapillarfeuchte)

Aufsteigende Feuchtigkeit entsteht, wenn Wasser aus dem Boden durch die Mauern aufsteigt – ähnlich wie Wasser in einem Schwamm. Dies ist besonders häufig in älteren Häusern ohne ordnungsgemäße Feuchtigkeitssperren. Sie erkennen dieses Problem an:

  • Feuchten Flecken an der Basis der Wände
  • Verfärbungen und Ausblühungen (weiße Salzablagerungen)
  • Muffiger Geruch im unteren Bereich von Räumen
  • Beschädigte Tapeten oder abgelöste Farbe

Eindringende Feuchtigkeit (Sickerfeuchtigkeit)

Diese Art tritt auf, wenn Wasser von außen eindringt – durch beschädigte Dächer, undichte Fenster, poröse Außenwände oder schlechte Entwässerung. Anzeichen sind:

  • Feuchte Flecken auf Innenwänden nach Regen
  • Feuchte Bereiche unter Fenstern und Türen
  • Feuchtigkeit in Kellern und Untergeschossen
  • Sichtbare Wasserschäden oder Verfärbungen

Kondensfeuchte

Kondensation entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft und das Wasser kondensiert. Dies ist das häufigste Problem in modernen, gut isolierten Häusern. Sie sehen:

  • Taubildung auf Fenstern und Spiegeln
  • Feuchte an kalten Außenwänden und Ecken
  • Schimmel an Fensterrahmen und Übergängen
  • Probleme besonders in Badezimmern und Küchen

Ursachen identifizieren

Bevor Sie handeln, müssen Sie die Ursache verstehen. Stellen Sie sich diese Fragen:

  • Wann tritt das Problem auf? (Nach Regen, bestimmte Jahreszeiten, täglich?)
  • Wo konzentriert sich die Feuchtigkeit? (Keller, Obergeschoss, spezifische Räume?)
  • Wie alt ist das Gebäude? (Ältere Häuser haben häufiger strukturelle Probleme)
  • Gibt es sichtbare Schäden an Dach, Wänden oder Fensterabdichtungen?
  • Wie häufig wird gelüftet und geheizt?
  • Gibt es Bereiche mit schlechter Belüftung?

Gesundheitsrisiken

Schimmel und excessive Feuchtigkeit stellen echte Gesundheitsrisiken dar:

  • Atemwegserkrankungen: Schimmelsporen können Asthma und allergische Reaktionen auslösen oder verschlimmern
  • Allergien: Besonders bei sensiblen Personen und Kindern
  • Infektionen: Bei immungeschwächten Personen können Schimmelinfektionen ernster sein
  • Reizungen: Reizung von Augen, Nase und Rachen
  • Langzeitfolgen: Chronische Exposition kann zu chronischen Atemwegserkrankungen führen

Wenn Familienmitglieder plötzlich vermehrt husten oder allergische Symptome zeigen, kann Schimmel die Ursache sein.

DIY-Lösungen für den Anfang

Sofortmaßnahmen bei Schimmel

  1. Bereiche mit Schimmel behandeln: Verwenden Sie eine Lösung aus Wasser und Essig oder eine schwache Bleichlösung (1:10 mit Wasser verdünnt). Tragen Sie Handschuhe und achten Sie auf Belüftung.
  2. Betroffene Bereiche trocknen: Ein Tuch oder Schwamm kann oberflächliche Feuchtigkeit aufnehmen.
  3. Wasserschäden beheben: Lecks reparieren, Entwässerung verbessern, Dachschäden abdichten.

Lüftung und Entfeuchtung

  • Regelmäßig lüften: Öffnen Sie mehrmals täglich für 5-10 Minuten die Fenster, besonders nach dem Duschen oder Kochen
  • Stoßlüften: Kurzes, intensives Lüften ist effektiver als fenster leicht geöffnet lassen
  • Extraktoren nutzen: Badezimmer und Küche sollten Abzugsventilatoren haben, die nach außen führen
  • Lufttrockner verwenden: Tragbare Entfeuchter können überschüssige Feuchtigkeit reduzieren

Umgebungsanpassungen

  • Möbel von kalten Außenwänden entfernen (ermöglicht Luftzirkulation)
  • Pflanzen reduzieren (sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit)
  • Wäsche außerhalb oder in gut belüfteten Räumen trocknen
  • Heizung moderat nutzen (aber nicht zu niedrig – 18-20°C minimum)
  • Behälter mit Feuchtigkeitsprobleme (Pflanzenuntersetzer, etc.) leeren

Entfeuchter und ihre Verwendung

Ein Entfeuchter ist eine praktische Lösung bei Kondensationsproblemen:

  • Funktionsweise: Sie entziehen der Luft Wasser und sammeln es in einem Behälter
  • Effektivität: Am besten bei Kondensfeuchte, weniger effektiv bei aufsteigender oder eindringender Feuchtigkeit
  • Kapazität: Beachten Sie die Raumgröße – größere Räume benötigen höhere Kapazitäten
  • Kosten: Tragbare Modelle kosten zwischen 100-400 Euro, größere Systeme mehr
  • Betriebskosten: Rechnen Sie mit etwa 10-30 Euro monatlich für den Stromverbrauch
  • Wartung: Behälter regelmäßig leeren oder auf kontinuierliche Entwässerung einstellen

Wann ist professionelle Hilfe nötig?

Rufen Sie einen Fachmann auf, wenn:

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